Gesundheitsthemen

ID #1024

Psittakose

 

 

Psittakose:

Was ist das?

Psittakose, auch Ornithose genannt, ist eine Infektionskrankheit.

Der Erreger nimmt eine Sonderstellung zwischen Viren und Bakterien ein. Er vermehrt sich in der lebenden Zelle des menschlichen und tierischen Organismus und führt entweder zu Krankheitserscheinungen oder zur sogenannten latenten, d.h. klinisch nicht wahrnehmbaren Infektion.

Das gefährliche an der Psittakose ist, das sie auf den Menschen übertragbar ist und auch zum tot führen kann. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt am häufigsten durch die sogenannte Staubinfektion. Hierbei wird der am Gefieder anhaftende, rasch eintrocknende infektiöse Kot durch Flügelschlag aufgewirbelt und in Form feinster Teilchen eingeatmet.

Auch Tauben, Enten, Puten Hühner, Kanarien und andere Ziervogel können die Psittakose übertragen und daher wird sie auch Ornithose genannt.

Krankheitsbild beim Menschen:

Die Inkubationszeit, d.h. die Zeitspanne zwischen Aufnahme des Erregers und den ersten Krankheitsanzeichen, schwankt beim Menschen zwischen 7 und 14 Tagen. die Krankheit verläuft vielfach unter grippeähnlichen Erscheinungen, wie Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Frostgefühl, Kreuz- und Muskelschmerzen. obwohl bei der Psittakose im Anfangsstadium die katarrhalischen Erscheinungen der oberen Atemwege fehlen, wird sie oft als Grippe gedeutet. Später kommen noch Krankheitsanzeichen wie u.a. Schlaflosigkeit, Zitterkrämpfe, Reizung des Zentralnervensystems vor.

Folgeschäden sind Herzbeschwerden und Kreislaufstörungen, insbesondere bei älteren Personen. Die Sterblichkeit betrug früher 20 - 40 %.

Durch die Behandlungsmöglichkeit mit Antibiotikum (Tetracyclinen) werden Todesfälle nur noch bei etwa 1 - 5% der erkrankten beobachtet. Dies zeigt, dass die Ornithose (Psittakose) des Menschen nicht verharmlost werden darf.

Auf eine Bekämpfung mit staatlichen Maßnahmen kann daher nicht verzichtet werden.

Krankheitsbild beim Vogel:

Die Inkubationszeit bei Vögeln schwankt zwischen wenigen Tagen und drei Monaten. Die Krankheitserscheinungen sind wenig charakteristisch. Befallene Vögel zeigen Sträuben des Gefieders, Fressunlust, Schläfrigkeit, Sekretaustritt aus den Nasenöffnungen, schnupfenartige Erscheinungen, Husten, Schweratmigkeit und Durchfall.

Am anfälligsten sind Jungtiere, sie infizieren sich nach dem schlüpfen von den häufig latent verseuchten Eltern.

Genesene Tiere können den Erreger für lange Zeit in den Organen beherbergen.

Dieser Zustand der latenten Infektion tritt auch ohne vorherige sichtbare Erkrankung ein. Solche äußerlich gesund erscheinende Vögel können als stumme Träger den Erreger über lange zeit ausscheiden und so zur Infektionsquelle bei anderen Vögeln und den Menschen werden die einwandfreie Feststellung der Krankheit kann nur durch Laboratoriumsuntersuchung erfolgen.

Eine medikamentöse Behandlung infizierter bzw. erkrankter Tiere ist möglich und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen vertretbar.

 

Copyright des Textes: Tobias Wittke

 

 

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Letzte Änderung des Artikels: 2011-09-13 00:13
Verfasser des Artikels: j-c-w
Revision: 1.2

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