Kanarienvögel

ID #1134

Schauzeit, Ausstellungen und Pokale

Ab dem Oktober beginnt die Schauzeit für die Kanarienzüchter, die sich entschlossen haben ihre Vögel von Preisrichtern nach einem festgelegten „Standard“ bewerten zu lassen.

Zugelassen werden nur Vögel, die die von den Verbänden und Vereine vorgeschrieben Ringe tragen, gesund sind, kein gesundheitliches Risiko für die anderen Vögel und auch die Aussteller/Preisrichter/Besucher darstellen.

Parasitenbefall oder Krankheiten sind eine Ausschlussgrund für den betroffenen Vogel, mitunter den ganzen Bestand des Züchters.

Die Vögel sollen für die Zeit in den Schaukäfigen entsprechend vorbereitet werden. Dies wird durch verschiedene Methoden erreicht. Oft werden die Vögel an weniger Freiflug gewöhnt, und in Käfige gesetzt, an denen ein Schaukäfig angebracht ist. Auch die Futterzusammensetzung wird geändert.

Mit der Zeit erkennt der Vogel, dass er nur in diesem Schaukäfig Futter und Wasser bekommt und verliert die Scheu davor. Diese Gewöhnungszeit ist bei jedem Vogel unterschiedlich.

Auch in der Schau präsentieren sich die Vögel sehr unterschiedlich. Manche sitzen ruhig in ihren Käfigen, andere fliegen hektisch umher. Im letzten Fall spricht man von einer „schlechten Schaukondition“ die oft auch entsprechend gewertet wird, also abgestraft wird.

Eine Vogelschau ist normal mit einem hohen Kosten- und noch wichtiger mit hohem Personalaufwand verbunden. Die Preisrichter müssen eingeladen werden, für „Bewirtung“ will gesorgt sein. „Zuträger“ müssen bestimmt werden, die über entsprechende Erfahrung im Umgang mit den Vögeln verfügen.

Die Vögel werden bei der „Einlieferung“ der Züchter beim Veranstalter registriert und kurz begutachtet. Noch am gleichen oder am darauf folgenden Tag werde die Vögel „gerichtet“. Dabei sind je nach Farbschlag oder Rasse andere Kriterien festgelegt. Diese werden von den Preisrichtern bewertet und auf der Bewertungskarte niedergeschrieben. Es gewinnt der Vogel mit der höchsten Punktzahl.

Während der Schau werden die Vögel vom unter Aufsicht des Schauleiters von den Vereinmitgliedern versorgt. Dazu gehört die Versorgung mit Trinkwasser, notfalls neuen Fontänen, Körnerfutter oder was der Vogel sonst noch benötigt. Normalerweise werden Vogelschauen bei den Behörden angemeldet. Also ist auch immer mal damit zu rechnen, dass ein Amtveterinär die Schau kontrolliert damit alles im Sinne des Tierschutzesgesetztes abläuft.

Oft gibt es Preise in den verschiedenen Kategorien in denen es mehrere „Sieger“ gibt. Zuletzt wird dann oft noch der „Beste Vogel der Schau“ mit einem Sonderpreis bedacht.

Meist handelt es sich dabei um Sachpreise, Münzen oder kleine Pokale verbunden mit einer Urkunde.

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Letzte Änderung des Artikels: 2009-11-05 10:08
Verfasser des Artikels: Fleckchen, Glosterfan, Polo, Zugeflogen
Revision: 1.1

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