Clicker-Training

ID #1073

1. Schritt: Belohnungen testen

Es gibt viele mögliche Belohnungen: z.B. Leckerbissen, Streicheleinheiten, spielen oder auch in Ruhe gelassen werden. Erfahrungsgemäß funktionieren Leckerbissen am besten. Wenn er sie frisst, wissen wir, dass er sie wollte.

Das kann man beim Streicheln z.B. nicht immer so eindeutig sehen. Insbesondere am Anfang hilft es ungemein, wenn der Vogel richtig heiß auf seinen Leckerbissen ist. Deswegen müsst Ihr, bevor Ihr überhaupt mit dem Training anfangt, Leckerbissen testen.

Ein Leckerbissen kann alles sein: Alle Saaten von SB Kernen bis Hirse div. Obst div. Gemüse Babybrei (auf dem Löffel) Saft Erdnussbutter Keksstückchen Käse Was Euch einfällt! Es wird in Minimengen gegeben (Größenordnung eine Rosine pro Eisbär!!! Am Anfang habe ich für meine Grauen Pinienkerne gesechstelt und einzelne Sesamsamen benutzt), deshalb ist es nicht sooo wichtig, ob es supergesund ist, oder nicht. Wichtig ist es den obersten aller Leckerbissen zu identifizieren. Dazu richtet Ihr am Besten ein Leckerbissen-Cocktail in einer Schale an und beobachtet haarscharf, was er sich zuerst rauspickt.

Diesen Test würde ich zwei, drei mal wiederholen. Danach müsstet Ihr mit ziemlicher Sicherheit sagen können was auf Rang 1,2 und 3 der Beliebtheitsscala rangiert. Dann, oh grausame Welt, streicht Ihr genau diese Leckerbissen aus seinem Speiseplan. Er wird sie nur noch zum Training bekommen. Relativ leicht sich vorzustellen, wie sehr ihn das motivieren dürfte. Bei den Leckerbissen benimmt sich jeder Vogel im Übrigen etwas unterschiedlich. Manche sind jahrelang mit dem gleichen Leckerbissen glücklich, andere brauchen bei jedem Training Abwechselung. Das werdet Ihr recht schnell raus haben.

Beim Training hilft es auch, wenn der Vogel ein klein wenig hungrig ist. Es ist aber absolut unangebracht den Vogel hungern zu lassen! Es reicht, wenn ihr das Training vor dem Frühstück oder Abendessen ansetzt. Auch das ist individuell unterschiedlich. Ich habe bei meinen herausgefunden, dass sie am besten "arbeiten", nachdem sie ein bisschen Aufzuchtbrei (Nahrung für die Seele) bekommen haben. Sind sie zu hungrig, werden sie hektisch und dann funktioniert nichts mehr.

Meine Agas bekommen sogar zuerst ihr Abendessen. Bitte darauf achten, dass die Leckerbissen wirklich klein sind. Sonst dauert es a) zu lange, bis sie vertilgt sind und b) sind sie sonst zu schnell satt. Wenn es zu fummelig wird funktioniert es ganz gut einen Teelöffel dünn mit Erdnussbutter zu bestreichen und die Stückchen drin festzupappen. Aber immer schnell wieder wegziehen, da die lieben Kleinen es ganz schnell raus haben mit einem Schlörz den ganzen Löffel leerzufegen.

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Letzte Änderung des Artikels: 2011-09-12 23:33
Verfasser des Artikels: Lily (Ann)
Revision: 1.2

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