Clicker-Training

ID #1075

Fünf Möglichkeiten ein Verhalten zu erziehen

1. Das Benehmen erwischen:

Beobachtet den Vogel, und wenn er ein erwünschtes Verhalten zeigt, clicken und belohnen (c/t = click and treat). Das können ganz einfache Verhalten sein, wie z.B. Körperhaltung, erhobene Flügel, gehobenes Füßchen, gebeugter Kopf, oder auch komplexe Verhalten wie Rolle vorwärts, "Tanzen", o.Ä.

2. Das Benehmen vormachen:

Zeigt dem Vogel wie es gemacht wird. Eine simple Sache, die viele von uns machen ist dem Vogel mehrfach ein Wort oder einen Satz vorzusprechen, in der Hoffnung, dass er uns nachahmen wird. Ein anderes Beispiel ist, wenn wir ihm vormachen mit einem Spielzeug zu spielen.

3. Das Verhalten formen:

Hierbei fängt man damit an zunächst Teile des gewünschten Verhaltens einzufangen. z.B. zuerst c/t man ihn regelmäßig, wenn er das Füßchen nur ein bisschen hebt. Wenn das sitzt, c/t man ihn einmal nicht. Dies löst ein Ausmerzungsverhalten aus (extinction burst), dass ihn dazu bewegt sein Füßchen höher zu heben. Dies c/t man dann. Danach c/t man nur noch die höheren Fußheber.

4. Das Verhalten herauslocken, bzw. Zieltrainieren:

Man kann das Verhalten herauslocken, indem man den Vogel einem Leckerbissen folgen lässt und ihn für das Folgen c/t. Damit kann man z.B. umdrehen ganz gut trainieren. Einfacher ist es den Vogel dahingehend zu trainieren, dass er ein Zielstäbchen (target stick, je nach Vogelgröße z.B. ein Schaschlikstäbchen oder ein Chinesisches Essstäbchen) in die Spitze zwickt (targeting).

Wenn er das zuverlässlich macht, kann man das gut dazu benutzen andere Verhalten, wie auf die Hand kommen, herkommen, Rolle vorwärts, umdrehen, Leiterchen hoch und runter, usw. beizubringen, nur dadurch, dass man ihn dem Stäbchen hinterherlaufen und es in die Spitze zwicken lässt.

5. Physische Hilfestellung:

 Dies ist, wenn man den Vogel physisch durch das Verhalten durchexerziert. Ein gutes Beispiel ist z.B., wenn der Vogel auf der Hand sitzt und man mit dem Daumen die Zehen fixiert, damit er nicht fallen kann. Dann kippt man ihn vorwärts oder rückwärts mit dem Ziel, dass er das Verhalten lernt, sich kopfüber von der Hand hängen zu lassen.

Sobald sich dieses Verhalten wiederholen lässt, könnt ihr es natürlich belohnen und dann immer genauer formen, bis es so ist, wie ihr es wollt.

 

Copyright 1998 Melinda Johnson click@surfree.com

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Letzte Änderung des Artikels: 2011-09-12 23:33
Verfasser des Artikels: Lily (Ann)
Revision: 1.2

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