Clicker-Training

ID #1076

Was ist Clickertraining?

Clickertraining ist eine Trainingsmethode, die auf Operand Conditioning beruht (ihr erinnert Euch an Pavlov und den sabbernden Hund mit der Glocke?).

Diese Methode wurde von Verhaltensforschern entdeckt und wird mittlerweile von vielen professionellen Trainern angewandt. Da das Lernwerkzeug Belohnungen sind, ist es eine äußerst humane Methode, um das Verhalten eines Tieres (funktioniert übrigens auch bei Menschen) zu formen. Das Tier wird nur auf freiwilliger Basis trainiert.

Diese Methode wird unter anderem in Wildparks, wo die Tiere wild sind und frei herumlaufen angewendet. Das ist, glaube ich, eine ganz gute Indikation wie freiwillig es ist und wie gerne die Tiere es machen.

Meine rangeln sich zumindest immer darum, wer gerade dran ist. Mit Clickertraining kann man Fehlverhalten (Schreien, Beißen, übermäßige Furcht, usw.) modifizieren und auch Verhalten beibringen (wie z.B. Komm, Auf, Aus, in den Käfig, kooperatives Verhalten beim Krallenschneiden, usw.).

Wenn man möchte, kann man dem Vogel auch Tricks beibringen. Der Name kommt einfach daher, dass ein Clicker benutzt wird, um das gewünschte Verhalten zeitnah zu markieren, so dass es für "den Schüler" eindeutig ist, welches Verhalten gerade belohnt wird. Der Clicker ist ganz praktisch weil er dieses Geräusch sonst nicht hört. Man kann natürlich auch "fein" oder so was sagen. Nur wenn man dieses Wort auch normal, d.h. ohne Belohnung und zu anderen Zeiten verwendet, wird die Signalwirkung stark abgeschwächt.

Die Vorteile des Clickertraining sind:

Es ist human Es geht schnell es ist einfach man muss nicht wissen, wo das Problem her kam, um es zu lösen. die Tiere lieben es und es funktioniert. Was ich auch toll daran finde, ist dass das Tier immer respekt- und liebevoll behandelt wird. Es macht mit uns keine negativen Erfahrungen, deshalb wird die Beziehung zum Tier immer besser und sein Vertrauen in uns wird erhöht.

Außerdem gibt es dem Tier eine gewisse Kontrolle über seine Umwelt. Wenn es einen Leckerbissen haben möchte, weiß es, dass es etwas tun kann, um mich dazu zu bringen ihm einen Leckerbissen zu geben. Das stärkt sein Selbstvertrauen, was schlussendlich auch wieder sein Verhalten positiv beeinflussen kann.

Viel Fehlverhalten basieren ja nicht zuletzt auch auf Angst. Wenn man das Selbstvertrauen stärkt, dann hat der Vogel weniger Angst. Ganz einfach. Aber abgesehen von der Theorie, ist das Beste daran, dass es einfach funktioniert. Ich bin mit vielen Tieren aufgewachsen, und habe früher mit wechselndem Erfolg und viel Stress Tiere mit herkömmlichen Methoden trainiert und bin vom Clickertraining derart begeistert, dass ich nur schwer die Worte finden kann, um das auszudrücken, ohne als ein bisschen verrückt rüber zukommen. Insbesondere im Graupapaforum habe ich recht viele Beiträge über Clickertraining geschrieben. Wenn ihr mögt, dann lest doch da noch mal nach (bei Suchen "Clicker" eingeben).

Die praktischen Anwendungen machen das Ganze, glaube ich, viel deutlicher als meine obige theoretische Abhandlung. Im Agaforum unter "geretteter Aga" habe ich auch ziemlich detailliert beschrieben, wie ich zwei Agas mit dieser Methode zähme. Ich hoffe, dass dies halbwegs erklärt worum es geht, und das ich hier nicht zu lang und zu verworren geworden bin. Sonst fragt bitte noch mal nach. Nach und nach werden wir hier die Schritte zum Clickertraining einstellen, so dass hier, hoffentlich recht bald, eine wirklich detaillierte Gebrauchsanweisung vorliegen wird.

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Letzte Änderung des Artikels: 2011-09-12 23:33
Verfasser des Artikels: Lily (Ann)
Revision: 1.2

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