Gesundheitsthemen

ID #1093

Ankaufsuntersuchung

 

Wenn ein Papagei gekauft wird, besteht stets die Gefahr, dass er eine Krankheit hat und diese in sein neues Zuhause mitbringt.

Gerade Papageien verstecken ihre Krankheiten, so dass man nicht erkennen kann, ob die Tiere krank sind oder nicht. Gleichzeitig gibt es bei Papageien etliche lebensbedrohliche, unheilbare und ansteckende Krankheiten.

Dagegen muss man sich und ggf. seinen Altbestand absichern. Deswegen empfiehlt es sich unbedingt eine Ankaufsuntersuchung bei gleichzeitiger Quarantäne bis die Ergebnisse da sind, durchzuführen. Im Idealfall wird das Tier erst gekauft, wenn die Ankaufuntersuchung zufriedenstellende Ergebnisse hatte. Schlimmstenfalls kann sie aber auch als Nachweis dienen, dass Ihr den Vogel bereits krank bekommen habt. Dies ist wichtig, damit die Gewährleistungspflicht des Verkäufers greift. Ihr müsst nämlich nachweisen, dass der Vogel nicht erst bei Euch erkrankte.

Ines (Spatz1967) und ich haben Euch nachfolgend eine Übersicht zu empfohlenen Tests und Untersuchungen, sowie deren Kosten, für eine Ankaufsuntersuchung zusammengestellt:

Tests für:

- Polyoma

- PBFD

- Chlamydien

- Pacheco

- Paramyxo-Viren

- Bakteriologische und parasitologische Untersuchungen

- Kloaken- und Rachenabstriche

- Kotuntersuchung

- Blutbild, auch, um eine Basislinie für später zu bekommen – insbesondere Leukozytenzähler, der ein wichtiger Hinweis darauf sein kann, ob der Vogel mit einer Infektion kämpft

- Röntgenbild (zum checken auf Aspergillose aber auch, um zu sehen, ob bei den Organen irgendeine Auffälligkeit besteht, z.B. Verdacht auf PDD, oder eine vergrößerte Milz, die darauf hinweist, dass der Vogel mit einer Erkrankung kämpft)

 

Diese Untersuchungen sind recht aufwendig. Wenn ihr Euch nicht leisten könnt, alles machen zu lassen, oder Ihr meint es sei nicht im Verhältnis zum Anschaffungspreis des Tieres, könnt ihr auch erstmal „nur“ Röntgenbild, Blutbild, PBFD und Polyomatest machen lassen.

Je nachdem ob Verdachtsmomente auf andere Krankheiten ersichtlich sind, könnt Ihr weiter untersuchen lassen, oder das Tier nicht kaufen.

Falls Euch das Geschlecht des Tieres wichtig ist, gehört auch eine Geschlechtsbestimmung zur Ankaufsuntersuchung.

Anbei einige Preise für Ankaufsuntersuchungen:

 

Von Laboklin:

- Blutbild groß 7,70 Euro

- Blutbild klein 4,10 Euro

- Differentialblutbild 6,10 Euro

- Aspergillus-Antikörper (aus Blutprobe) 17,90 Euro

- Chlamydien-Antigen (Tupfer) 16,40 Euro

-PCR (Tupfer, Blut) 23,00 Euro

-Antikörper (Blut) 17,90 Euro

- PBFD (Feder, Blut) 25,60 Euro - Polyoma 25,60 Euro

- Polyoma-PBFD-Kombi ( -"- ) 39,50 Euro

- Geschlechtbestimmung (Feder, Blut) 19,40 Euro

- Kombi Geschlechtsbestimmung, Polyoma, PBFD 51,10 Euro

 

Aus der GOT:

- Röntgen Durchleuchtung 20,45 Euro 1. und 2. Aufnahme 25,57 Euro

- Blutbild beim Tierarzt 3,58 Euro

- Blutstatus komplett 15,34 Euro

- Probe für Versand vorbereiten 5,11 Euro

- allgemeine Untersuchung +Beratung 5,62 Euro

 

Der Tierarzt kann das 1-3fache dieser Gebühren verlangen!

 

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Letzte Änderung des Artikels: 2010-03-24 09:05
Verfasser des Artikels: Ann Castro
Revision: 1.1

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